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Kolik
Der Begriff Kolik (lat. Colon=Teil des Dickdarms) meint einen Sammelbegriff für einen Bauchschmerz unabhängig davon, welche Ursache dieser Schmerz hat.
Andere Tierarten kennen Koliken nicht in diesem Ausmaß- das liegt daran, dass das Pferd ein autonomes (vom Tier nicht willkürlich steuerbares) Nervensystem hat. Dieser Teil des Nervensystems kontrolliert die inneren Organe wie Herz, Lunge und auch Darm. Die Darmmuskulatur hat die Aufgabe, durch eine wellenartige Bewegung den Darminhalt vorwärts zu treiben. Das autonome Nervensystem ist durch äußere Einflüsse leicht durcheinander zu bringen. Hier genügen schon Einflüsse wie Transportstress, Stallwechsel, außergewöhnliche Leistungsbeanspruchung, Futterumstellungen, Wetterumschwünge, aber auch fehlerhafte Haltungsbedingungen.

  • Krampfkolik: häufigste Form beim Pferd hervorgerufen durch Störung der Darmmuskulatur.
    • Verstopfungskolik: kann als Folge einer Störung der Darmmuskulatur den Weitertransport des Darminhalts oder durch Überfressen entstehen.
    • Blähungskolik: entsteht durch Aufnahme von stark gährenden Futtermitteln oder als Folge eines Gärprozesses im Darm, der durch eine Verstopfung hervorgerufen wird, an denen die normale Bakterienflora des Pferdedarms beteiligt ist.
      • Sandkolik: entsteht bei stark abgefressenen Weiden, auf denen die Pferde mit dem restlichen Gras viel Sand und Dreck aufnehmen.
        • parasitäre Kolik: entsteht bei regelmäßiger Entwurmung selten, kann aber durch Verfüttern von hygienisch bedenklichem Grundfutter hervorgerufen werden.
    • Lage-Veränderung des Darmes: Diese sogenannten Darmverschlingungen sind sehr gefährlich, weil hier in kürzester Zeit die "totgelegten" Darmteile absterben können (Blutversorgung kann nicht mehr aufrechterhalten werden). Die Darmverschlingung macht einen Klinikaufenthalt meist erforderlich.
    • Schlundverstopfung: ist im eigentlichen Sinne keine Kolik - es ist eine Erkrankung der Speiseröhre (bei regelmäßigen Problemen). Hier ist der Anteil der quellfähigen Futtermittel im Futter zu hoch.

Wie äußert sich eine Kolik?

  • Verhaltensänderungen
  • Trägheit, Müdigkeit
  • Futterverweigerung
  • Umgucken zum Bauch
  • Treten mit den Hinterbeinen
  • Hinlegen zu ungewohnter Zeit
  • Unruhe, erhöhte Atemfrequenz
  • Stöhnen, Wiehern und kalter Schweiß
"Erste Hilfe bis der Tierarzt kommt"
  • Das Pferd führen, um ein Hinlegen in der Box oder auf der Weide zu vermeiden.
  • Liegt ein Pferd ruhig, darf es liegenbleiben.
  • Verhindern, dass er sich hin und her wirft.
Kolikvorbeuge:
  • mehrmals am Tag viele kleine Futtermengen
  • keine schnellen Futterumstellungen
  • Weidezeit im Frühjahr anfänglich rationieren
  • Stress vermeiden
  • bei Veranlagung im Frühjahr und Herbst oder zu den bekannten Zeiten DERBY Mash füttern (Verdauungsförderungen)
 Fütterungsbedingte Krankheiten
Fütterungsbedingte Krankheiten

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